Doerte Hansen „Altes Land“


Vertrieben aus Ostpreußen verschlägt es  Hildegard von Kamicke mit  ihrer kleinen Tochter Vera auf den Hof von Ida Eckhoff im „Alten Land“.

Als Flüchtlinge nicht willkommen  kämpft sie ohne Demut  um einen Platz für sich und ihre Tochter in der Fremde, heiratet den aus dem Krieg heimgekehrten Sohn des Hofes. Schon bald flüchtet sie allein nach Hamburg und lässt Ihre Tochter bei dem kriegstraumatisierten Karl zurück. Vera fühlt sich dem angetretenen Erbe in der neuen Heimat verpflichtet, ohne je richtig heimisch zu werden und führt ein einsames Leben, bis ihre Nichte Anne mit ihrem kleinen Sohn auftaucht.  Sie ist auf eine andere Art  ebenfalls Flüchtling und  heimatlos. Eine warmherzig erzählte Familiengeschichte mit viel Witz und Tiefgang, für die ich zugegeben einen zweiten Anlauf benötigte, aber die mich dann umso mehr gefesselt und beindruckt hat.   SH

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