Don DeLillo „Null K“

Der 1936 in  New York geborene Autor nimmt sich so wie in seinen früheren Büchern – vor allem „Unterwelt“, „Amerikana“, sowie „Bluthunde“ – auch in seinem neuen Buch aktuellen, zeitgeschichtlichen Themen an, die er sprachlich hervorragend konstruiert.

Der über sechzig jährige als Großinvestor agierende Ross Lockhart engagiert sich in einem Unternehmen, das den Tod ausschalten will.

Das Projekt besteht vor allem darin, dass sich derzeit unheilbar Kranke einfrieren lassen und erst dann wieder zum Leben erweckt werden, wenn die Technik der Medizin soweit ist, die Krankheit zu heilen.

Artis Martineau, die erheblich jüngere Frau von Ross Lochart, ist geradezu prädestiniert für dieses Projekt. Ross Sohn, der anreist, um von seiner Stiefmutter Abschied zu nehmen, ist der Ansicht, dass der Mensch im Hier und Jetzt lebt und somit sein Schicksal vorgegeben ist.

Ross selbst verteidigt die mit seiner Frau gemeinsam getroffene Entscheidung mit der Begründung, dass es den Menschen gerade auszeichnet, Einfluss auf sein Schicksal nehmen zu können.

De Lillos Bücher umkreisen alle Themen – besondere Lebensformen sowie Verlust und Tod. Seine Bücher sind dabei in keiner Weise trist, sondern zeichnen sich durch besondere Vitalität aus. Dazu kommt die Eleganz und Schönheit der Sprache, weswegen Don Delillo seit Jahren als Nobelpreisträger gehandelt wird. JH

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