Rolf Lappert „Über den Winter“


Trotz der eher unterkühlten Kritik war dieses Buch doch mein persönlicher Favorit auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2015.

Zugegeben musste ich mich zwar durch die ersten 20 Seiten kämpfen, aber dies hat sich definitiv gelohnt und mir doch eines der besseren Letküre-Erlebnisse dieses Jahres beschert.

„Der fast 50-jährige Lennart Salm ist ein unsteter Charakter, ein erfolgreicher Aktionskünstler in der Öffentlichkeit und ein Verdränger vor dem Herrn im Privaten. Als seine älteste Schwester stirbt, kehrt er widerstrebend zurück in seine Heimatstadt Hamburg und trifft dort auf seine Familie, vor der er eigentlich geflohen war.“

Salm möchte dazugehören, sich irgendwie aus seiner selbstgewählten Isolation befreien, was ihm nicht wirklich zu gelingen scheint. Wir verfolgen Salm auf seinen Streifzügen durch seine Vergangenheit, beobachten ihn bei diversen Begegnungen, nehmen teil an seinen Gedanken und können uns nicht davor drücken, uns unsere eigenen dazu zu machen.

Angeblich ein Buch für die Kategorie „von Männern für Männer“, das nur so von Männlichkeit strotz.Stimmt nicht. Ein Buch für jedermann (Männer eingeschlossen:)  JM

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.