Martin Winter „Das Ende einer Illusion“


Um es gleich vorweg zu sagen: Martin Winter ist überzeugter Europäer, gerade deshalb liegt ihm viel daran das Erreichte zu konsolidieren. Was Europa in der Zukunft sein wird, hängt von seinen Bürgern und den Mitgliedsstaaten ab. Die Probleme einer Wirtschaft- und Währungsunion, durch die Verschiebung völlig unterschiedlicher Volkswirtschaften in einen Währungsraum, waren für Ökonomen absehbar, von der Politik teilweise bewusst unterschätzt.

Das Buch aufgeteilt in 12 Themenfeldern legt die Bereiche sehr kenntnisreich dar und bietet Lösungen an. Martin Winter ist als langjähriger Brüssel-Korrespondent mit allen wichtigen Akteuren im ständigen Dialog und wie diese der Meinung, dass wir uns aus dem ständigen Krisenlabyrinth lösen müssen.

In seiner proeuropäischen  Analyse kommt der Autor zu dem Schluss, dass wir das Bestehende bewahren und uns an die eigenen Vorgaben halten müssen. Auch in der Eurokrise rät Winter zur Besonnenheit, auf den europäischen Idealismus muss ein gesunder Realismus folgen.   JH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.